Diese Reihe von Beiträgen wollen wir ständig erweitern. Für weitere Themen haben wir noch viele Ideen. Und hoffentlich bald wieder Zeit, diese aufzuschreiben. Helfen Sie uns, indem Sie Vorschläge machen für weitere interessante Notizen.

Besondere Orte gesucht

Falls Sie schon einmal an einem besonders inspirierenden Ort-, in einem außergewöhnlichen Hotel oder Seminarhaus zu Gast waren, dann würden wir gerne davon erfahren...

Wir sind nämlich ständig auf der Suche nach den schönsten Unterkünften für unsere Seminar-Teilnehmer. Wir interessieren uns für sämtliche Orte, die sich durch eine besondere Atmosphäre auszeichnen und an denen man sich mit mindestens 10 Personen aufhalten kann. Vom Baumhaus bis zum alten Kinosaal, all das ist vorstellbar. Außerdem freuen wir uns immer über Tipps bezüglich guter Übernachtung- und Tagungsmöglichkeiten, vornehmlich in Deutschland und Italien. Sind Sie selber Betreiber eines Seminarhauses? Melden Sie sich bei uns. Wir sind gespannt.

10 Kreise

Wie wir Gemma und Mario - ohne italienisch zu können- erklärten, was wir eigentlich mit unseren Seminaren bezwecken...

Man stelle sich ein kleines, liebevoll restauriertes Landhotel in den Bergen bei Pontremoli (It) vor und die zwei ebenso liebevollen Besitzer Gemma und Mario, die allerdings weder Englisch noch Deutsch sprechen. Deshalb hat Gemma immer ihr Smartphone mit dem Übersetzungsprogramm parat. So können wir uns stichwortartig- und eben auch nur langsam verständigen.

Als irgendwann die Frage aufkommt, worum es denn bei unseren Seminaren ginge, entscheide ich mich für eine nonverbale Erklärung in Form eines kleine Spiels: Ich male 10 unterschiedlich große Kreise wahllos auf ein Blatt Papier. Dann male ich aus dem ersten Kreis eine Sonne und gebe das Blatt weiter. Mario schaut mich zunächst fragend an, aber Gemma hat bereits begriffen und ergänzt den nächsten Kreis zu einem Spiegelei. Nun ist der Bann gebrochen. Das Blatt geht reihum und innerhalb weniger Minuten sind alle Kreise „vermalt“. Gemma sagt „Si comprendre“, tippt auf ihrem Smartphone und hält es mir vor die Nase. „Aus alt machen zu neu“ So oder so ähnlich lese ich und denke, Ja genau! Etwas Bestehendes in einen neuen Zusammenhang bringen, vor allem aber: Sich zu helfen wissen! Und damit meine ich die Idee mit dem Spiel und die Übersetzung per Smartphone gleichermaßen.

Mittlerweile haben wir dieses Spiel schon oft wiederholt. Wer genau hinschaut, kann auf unserer Webseite vielleicht sein eigenes Werk wiederfinden

6 Fragen an Gundel und Christof

Was bedeutet eigentlich einmalja? Was macht Ihr sonst so? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

Warum macht ihr das?
Auf die Idee kamen wir durch unsere langjährige Tätigkeit in der künstlerisch/kulturellen Aus-und Weiterbildung. Gerade dort sind Kreativität, Innovation oder persönlicher Ausdruck gefragt, aber es gibt so gut wie keine entsprechenden Lernkonzepte. Meistens werden die genannten Eigenschaften mehr oder weniger vorausgesetzt. Dann heißt es: „Das kann man nicht lernen, das hat man oder eben nicht“, „Jaja kein Wunder bei dem Talent“, „Das wurde ihr halt in die Wiege gelegt“!

Wir glauben dagegen, dass das eher für wenige Ausnahmen zutrifft, dass aber für den großen Rest glücklicherweise gilt: Jeder Mensch kann das! Und deshalb entschlossen wir uns, selber eine Methode zu entwickeln, bei der:

Das Experimentieren mit dem eigenen schöpferischen Ausdruck möglich wird, Freude und Freiheit in der Gemeinschaft erlebbar ist, für Liebe und Hingabe ein Raum geöffnet wird, an dem kreative Ideen ohne Bewertung entwickelt werden können- egal von wem!

Inzwischen wissen wir, dass unserer Idee nicht nur auf Studenten-, Auszubildende- oder Erwerbstätige aus kreativen Berufsfeldern beschränkt sein muss. Viel mehr interessiert uns immer stärker die Anwendbarkeit unabhängig von einer spezifischen Berufsgruppe oder Altersstufe. Kurz, jeder Mensch ist ein Künstler, jeder Mensch ist kreativ - muss kreativ sein, um besser lebensfähig zu sein.

 

Könnt ihr das auch?
So wie Kreativität darauf beruht, Vorhandenes in neue Bezüge zu setzen, haben wir uns bei der Entwicklung unserer Methode ebenfalls vorgenommen, das Beste aus mehreren Welten zu verbinden:

  • 10 bzw. 20 Jahre praktische Berufserfahrung im künsterlisch-kreativen Bereich
  • eine fortwährende Recherche und Weiterbildung (unsere Favoriten sind Menschen wie Vera F. Birkenbihl, Prof. Gerald Hüther, Prof. Peter Kruse, Marshall Rosenberg)
  • unsere eigene Lebenserfahrung gepaart mit „gesundem Menschenverstand“
  • die Erfahrung aus mittlerweile über hundert gegebenen Seminaren mit insgesamt mehreren 1000 Teilnehmern

 

Was unterscheidet euch von anderen und was zeichnet Euch aus?
Wir wollen uns eigentlich gar nicht so sehr mit anderen vergleichen, wissen aber auch, was uns oft bei ähnlichen Seminaren stört: Es wird zum größeren Teil über Kreativität gesprochen bzw. davon erzählt. Am liebsten garniert mit den gängigen Worthülsen „Kunde im Mittelpunkt, Innovation, think big-act simple“ etc. Das empfinden wir ab einem gewissen Grad genauso unsinnig, wie über Musik zu sprechen oder Bilder zu beschreiben. Wir wollen mit ihnen Kreativität erleben. Außerdem sollen bei uns nicht „Der Betrieb, der Absatz, der Kunde, die Innovation, der Erfolg oder das Produkt“ im Mittelpunkt stehen, sondern unsere Seminar-Teilnehmer! Wir glauben nämlich, dass der wertgeschätzte Mensch von selbst ein besseres Arbeitsklima oder bessere Ideen generiert.

 

Was macht ihr sonst so?
Wir sind beide im küntlerisch-kreativen Bereich tätig. Zum einen im musikalischen Bereich, als Musikproduzent, Komponist, und Musikvermittler, zum anderen im theatralen und musikvermittelnden Bereich als Theaterpädagogin, Musikvermittlerin und Kulturmanagerin.

 

Was bedeutet für Euch Kreativität?
Kreativität ist eine Ressource, die jeder in sich trägt. Bestimmte Kompetenzen helfen, damit unsere Kreativität (re)aktiviert werden kann. Zum Beispiel eine gewisse innere Ruhe, das Ausschalten des inneren Zensors, laterales Denken, Empathie, Neugierde, Mut etc. Sind wir in einem kreativen Prozess, werden solche Kompetenzen aber nicht verbraucht, sondern gestärkt und erweitert. Wir reden also über Ressourcen, die nicht irgendwann erschöpf sind, sondern die sich durch den Gebrauch vermehren!

Inzwischen haben wir eine beachtliche Zahl von Kompetenzen gesammelt, die wir in diesem Zusammenhang für wertvoll halten und auf die wir in unseren Erlebnis-Seminaren besonderes Augenmerk legen.

 

Was bedeutet eigentlich einmalja!
Sei mutig! Stelle Dich den Dingen, Geschehnissen und Hürden, die Du glaubtest, nicht bewältigen zu können - und es öffnen sich Türen. Eine geöffnete Haltung, die von Neugier durchsetzt ist, bewirkt Bewegung in noch so starren Strukturen. Und weil wir oft gefragt wurden, was man denn für solch eine Einstellung bräuchte, kamen wir auf den Gedanken, dass ein erster Schritt sein könnte, einmal „Ja“ zu sagen (am besten mit großer Inbrunst!) und damit die Entscheidung zu treffen, Veränderung zuzulassen.